15.11.2021 von 19:30 bis 20:30 Uhr Friedenskirche
Zwischen Waisenhaus und Werkstatt – Renate und Claus Härtner berichten von ihrer Arbeit in Cambine/Mosambik

Renate und Claus Härtner lebten seit September 2014 in Mosambik im Südosten Afrikas. Im Rahmen der Partnerschaft zwischen der Evangelisch-methodistischen Kirche in Mosambik und in Deutschland arbeiteten sie in der Missionsstation Cambine, zu der neben einem Theologischen Seminar etliche Schulen, Werkstätten und ein Waisenhaus gehören. Cambine liegt etwa sieben Autostunden nördlich der Hauptstadt Maputo, ca. 15 km von der Küste des Indischen Ozeans entfernt.
Claus Härtner unterstützte den Direktor der Missionsstation als Projektkoordinator. Dabei war er unter anderem für die Instandhaltung der vielen Gebäude auf dem Gelände zuständig. Der gelernte Pastor und Orthopädietechniker, der als Hobby »Reparaturen aller Art« angibt, fand hier immer eine Aufgabe.
Renate Härtner arbeitete in der Verwaltung des Waisenhauses »Carolyn Belshe«. Darüber hinaus bot sie Nähkurse für Frauen aus Cambine an mit dem Ziel, den Frauen ein kleines Einkommen zu ermöglichen.
Auch in Mosambik hatte die Coronapandemie Auswirkungen auf das Leben und Arbeiten. So wurden in der Nähwerkstatt neue Schnittmuster für Mund-Nasen-Bedeckungen ausprobiert und farbenfrohe Modelle unter anderem auch für das Krankenhaus in Chicuque hergestellt. In der Metallwerkstatt wurde durch den Einsatz von Solaranlagen eine Möglichkeit geschaffen »Sonnenwasser« (warmes Wasser ohne Stromkosten) zu nutzen. Zusätzlich hat Claus Härtner mit viel Geschick und technischem Verständnis aus Altteilen eine einmalige Händewaschanlage mit Fußpedal entwickelt.

Weitere Informationen: https://emkammerbuch.communiapp.de/page/detail/tab/event-43786